Sabrina Grun machte auch diesen Event zum Weltrekordevent

Das Wetter hat uns einen schönen Streich gespielt. Genau an diesem Wochenende drehte sich genau über dem DEKRA Oval ein Wolkenband, dass sich auch noch alle Mühe gab uns wegzuspülen. Teilweise hatten wir 35-30l/qm.

Meine Hochachtung gilt allen Fahrern, die sich trotzdem hoffnungsvoll in Fluten stürzten.

Besonderen Dank aber auch an die unentwegten Helfer. Sie wurden von der guten Seele des DEKRA-Ovals, Frau Haubold, mit DEKRA Regencapes ausgestattet und trotzdem dem Wetter vielfach stundenlang weit und breit allein, an der Strecke.

Ohne diese selbstlosen Helfer wäre solch eine Veranstaltung nicht machbar. Prima von Christoph Hipp organisiert, machten sich alle an die Arbeit. Angesichts des Regen nicht immer vollends begeistert, aber letztendlich haben alle tatkräftig ihren Teil erledigt und die Veranstaltung wieder erfolgreich getragen. Besonders möchte ich mich hier nochmals bei Frau Haubold bedanken, die in ihrer Freizeit als Kontaktperson zur DEKRA fungiert, allen half und wenn nötig mit anpackte oder auch Unmögliches Möglich machte, was man durchaus wörtlich nehmen darf. Sie sorgte dafür, das die Helfer warme Getränke bekamen, die sie auch noch selber zubereitet und hatte auch noch ein Auge dafür erschöpften Fahrern Aufpasser an die Seite zu stellen, damit die Fahrer nicht unbeobachtet einen Kreislaufkollaps bekämen. Vielen Dank für diese famose Hilfe.

An einer Stelle war aber selbst Frau Hauboldt machtlos. Da wirkten höhere Kräfte. leider hatte das Netzwerk auf der DEKRA gerade einen Blitzschaden erlitten. Freundlicherweise wurde uns ein UMTS Router zur Verfügung gestellt. Das hatte sogar den Vorteil, dass ich dieses Jahr nicht an das Versorgungsgebäude in der Mitte der Anlage und damit weit vom Schuss angewiesen. Ich konnte mich mit dem Router zur Zeitmessung gesellen und war voll im Geschehen. Ich hatte die Rechnung allerdings ohne VW-Blasen gemacht. Diese Veranstaltung lief auf dem benachbartem Lausitzring. Auch dort hatte man anscheinend wenig Stress mit dem Wetter. Die IT Fachleute unter uns vermuteten, dass die vielen Teilnehmer dort mit ihren Handys die gesamte UMTS Kapazität der Gegend blockierten. Die Übertragunsraten, waren trotz bester Netzqualität leider miserabel. So hatte ich große Problem selbst kleine Meldung zu platzieren. Da Droplimits ein CMS zu Grunde liegt, benötige ich Kontakt zum Server und diese Verbindung hatte teilweise weniger Speed als ein durchschnittliche Brieftaub. Naja, das passte zum diesjährigen Gesamtbild.

Die Fahrer waren vielfach deutlich besser motiviert, als man dass bei den Bedingungen hätte erwarten können. Alle gingen davon aus ihr Ziel trotzdem erreichen zu können. Die Vorbereitungen waren oft noch akribischer als bei gutem Wetter. hemmungslos wurden Wasserablauflöcher in die edlen Karossen gebohrt. Die größte Sorge galt dabei nichtmal dem teuren Fahrzeug sondern dem Verlust an aerodynamischer Qualität durch die Löcher. Da wurde dann gefachsimpelt ob ein 5er Loch reicht, weil ein 8er Loch ja die größere aerodynamische Katastrophe sei. Wenn das keine Optimisten sind, weiß ich es auch nicht! Selbst die Einspurer überlegten bis zum Abend, wie sie dem Wetter die kalte Schulter zeigen könnten. Ihr Problem waren aber Wind und Böen. Dagegen ist aber leider auf regenglatten Untergrund bei Tempo 70 kein Kraut gewachsen. Bei dem Tempo möchte man, zumal in der Dunkelheit, keine Experiment machen, die zum Sturz führen könnten.

Letztlich mussten aber alle harten Kerl dem Wetter Tribut zollen. Man darf nicht vergessen welch zusätzliche Kraft das bei Tempo 50 zu bewegende Wasser verbraucht. Da werden minütlich viele Liter/Kilos Wasser von den Rädern hochbefördert und auf die Karosse aufprallendes Wasser bremst auch dadurch, dass es nach dem Auftreffen auf Tempo 50 beschleunigt werden muss. Grobe Schätzungen der Fahrer gingen bis zu 10km/h Speedverlust. Da ist jeder Rekordversuch der Männer zum Scheitern verurteilt, weil dort die Rekorde schon so weit ausgereizt sind, dass man bestenfalls wenige Zehntel km/h zu verschenken hat.

Sabrina Grun machte auch diesen Event zum Weltrekordevent. Sie holte sich den Rekord für Frauen über 12h mit 65 Runden in 12:13:39,238 h und einem Schnitt von 30,988 km/h.

Die positiven Momente überwogen dem Wetter zum Trotz. Es gab viel nette Wiedersehen, außergewöhnliche Fahrzeug und tiefgreifend Gespräche mit deren Konstrukteuren. Auch die Fahrten haben ohne Aussicht auf einen Weltrekord  viele neue Erfahrungen gebracht und Möglichkeiten aufgezeichnet, die es gilt bei besseren Bedingungen umzusetzten.

In diesem Sinn freuen sich alle auf den DEKRA Event 2012.

Zurück