Melfar24: 3 Strecken, 1 Rennen über 24 Stunden

von 10 Uhr bis 20 Uhr war Durchfahrt auf die 60 km lange Tagroute frei gegeben. So ist davon auszugehen, dass die Runde bei Helligkeit gefahren wird.
Ab 20 Uhr wird man auf eine Nachtroute, die durch den beleuteten Ort Middelfart führt geleitet.
Ab 9 Uhr morgens wird man auf eine kleine Abschlussrunde geleitet. Nur ganze vollendete Runden zählen.


Vor dem Start erzählte mir Bernd, der mit dem Rennrad startete, von einem Radfahrer der beschlossen hatte schnellster Deutscher zu werden. Ich fasste den Beschluss es nicht gemächlich angehen zu lassen.
Start pünktlich um 10 Uhr, Rückenwind, reichlich. Für die Rennradfahrer ein Vorteil, beim Start. Es ging gleich auf eine Rampe und die Rennradler drohten mir zu enteilen. Nach und nach fing ich sie ein und fuhr auch wieder nach vorne. Dann noch eine Rampe und ich war wieder mitten drin. Dann wieder etwas flacher in dem rauf und runter und ich war nach 30 Minunten weg. In der zweiten Runde traf ich dann nach genau 2 Stunden den ersten Spätstarter. Nach 4 Stunden hatte ich den ersten RAAM Starter der Frühgruppe überrundet. Dann ein kurzer Tankstopp. Die Rennorga hatte die RAAM-Wertungsgruppe inzwischen aufgeteilt in RAAM und HPV. Ich wurde langsamer, der Tagesschnitt sank auf 37. Um 20:30 wurde ich auf die Nachtrunde geschickt. Erst war ich froh, das ich einige der sehr kurzen aber heftigen Rampen nicht mehr sehen musste. Dann stellte ich fest, der Nachtkurs war eher noch schlechter für mich. Die mäßige zwei bis drei Minuten lang dauernde Rampe am Start kostete zu viel Zeit und drückte den Schnitt. Da half es nichts, wenn ich den Rest der Strecke deutlich schneller war als andere. Nach der Rampe ging es durch den Ort Middelfart. Die Strecke war nachts mit Straßenlaternen gut beleuchtet. 3 Kreisel galt es zu durchfahren. Die lange und flache Uferpromenade war im Morgenerot besonders schön anzusehen. Die Wendekurve war eng. Es galt dort eine Messschleife zu durchfahren. Die abgesteckte Pilonenreihe verließ ich immer vorzeitig, weil mein Wendekreis es nicht anders zuließ.
Die letzte Stunde ging es auf die ganz kurze Runde. Für mich war es 40 Minuten vor Schluss. Die Rampe hoch und gleich wieder runter. In die enge Kehre. Eine allerletzte Runde schenkte ich mir, da nur ganze Runden zählten und ich mir nicht sicher war die innerhalb der Zeit abschließen zu können.

Das Wetter? Ich startete in langer Hose und behielt die auch an. Oben herum langes dünnes Shirt. Bis 18h war es recht warm. Dann habe ich das Trikot in ein langes Wintershirt getauscht und bin bis zum Ende so gefahren. Mein Sohn hat die 2te Nacht im Transporter im Schlafsack geschlafen und trotz Puli lausig gefroren. Die erste Nacht schliefen wir in der Turnhalle mit weniger als 20 anderen Schläfern. Nachts war es relativ ruhig.


Bei Melfar24 sind die Leute sehr freundlich und ich fühlte mich als Liegeradler sehr wohl. Es ist eine Veranstaltung die ich nur empfehlen kann. Wegen der Nachtstrecke durchaus auch mit einem Unverkleideten. Ich würde dort jederzeit gerne wieder anreten.

RAAM Rennrad:
Platz 1 und 2. Das war ein richtiger Fight 750km / 743km.  Eine wahnsinnns Leistung.

Zuschauer, Warnehmung in der Öffentlichkeit:
Im Start und Zielbereich viele Zuschauer. Vermutlich Angehörige und Betreuer. Ansonsten habe ich weinig Teilnahme im Ort verspürt. Die Autofahrer haben für mein Gefühl sich auch nicht auf ein Radrennen eingestellt. Die Stadt Middelfart selbst hat mit einer Baustelle auf der Nachtrunde nicht geglänzt. Da gab es erst einen Sandstreifen zu durchfahren. Im Rennen wurde dann noch für die Radfahrer ein schmal Furt hergestellt.

viele Fotos auf der Website von Melfar24

Was ist die Summe aus 3 und 1?

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