PBP 2011, langsam aber trotzdem schnell?

Infolge des Abbruches bei Welrekordversuch bei Dekra könnte ich eine RAAM-Zulassung nur mit alten Fahrten beantragen. Diesen Weg wollte ich nicht beschreiten. Für die RAAM fehlt in meinem Erfahrungskatalog das Thema Schlafentzug auf dem Rad. Da bietet sich eine Kurzetappe von 1200km zum Üben an. Meine Aufgabe: PBP sauber finishen und dabei nur mit Powernapping zurechtzukommen. Ferner hat Essen und Trinken bei Fahren zu geschehen. 

Von daher mein Reisetempo, auch angesichts von Magenproblemen, Regen und starkem Nebel, nur magere 27.x km/h. Die Zeit in der mein Rad nicht in Bewegung war, was das Laufen zu den Kontrollstellen auf umständlichen Wegen, Essen, Getränke beschaffen, Schlafen und verkehrsbedingte Stopps betraf, betrug ca 4 Stunden. Davon ca 45 Minuten Schlaf.  

Wenn man dann noch betrachtet, das ich an Steigungen flott war, so ist das nur durch dezentes Fahren auf dem restlichen Terain zu erklären. Genaugenommen das eigentliche Milanproblem: der läuft so schnell, das man sich bei Fahren immer wieder erholt. Man rollt immer wieder durch die Lande ohne zu Treten. Welchen Sinn macht es auch ein Rad, das mit 50 rollt noch durch Treten zu beschleunigen? Keinen. Ich stieg in Paris frisch aus dem Rad aus. Ist PBP zu locker für einen SL?

Die Zeit über alles ungefähr 47 und eine 3/4 Stunde. PBP ist kein Rennen, sondern ein ganz spezieller Fahrradurlaub. Ein Kurzreise durch Frankreich. Wer in PBP heroisches sucht, der sollte 100 Jahre zurückblicken. 

Droplimits: Grenzen Wegschieben. Wir Velomobilisten nehmen Abschied von der Vorstellung, das Radsport unglaublich hart ist, meine Meinung.

Was ist die Summe aus 1 und 5?

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