Erlebnisbericht zur HPV WM 2013

Nach intersiver Vorbeireitung war es am Wochenende endlich soweit und in Leer wurde der neue Weltmeister in drei unterschiedlichen Klassen ausgefahren. 

200m
Als erstes Stand das 200m fliegend Start Rennen auf der Agenda, welches dank Rückenwind und guter Straße recht hohe Geschwindigkeiten zuließ. Beim ersten Durchlauf konnte ich noch nicht meinen Topspeed beim Start erreichen, sodass ich meinen zweiten Versuch in Anspruch nahm.

Vom vor mir fahrenden Guido Mertens beflügelt, traf ich den Start besser und konnte mich noch einmal um ca.0,7km/h verbessern. Leider reichte dies in der UV-Klasse mit einem Rückstand von 0,006sec auf den Dritten zu Platz vier.

1h-Rennen

Eine denkbar schlechte Ausgangssituation für die kommenden Rennen. Da ich wusste, dass meine Stärken eher bei den längeren Distanzen liegen, konzentriete ich mich auf das bevorstehende 1h-Kriterium und versuchte den vierten Platz zu verdrängen. Nach einem etwas engem und kaotischem Start konnte ich mich gemeinsam mit David Linke (TV) und Stijn van de Maele (UV und direkter Konkurent) von den anderen UV-lern und TV-lern absetzen. Nach einer gefühlten Ewigkeit - ich glaube es waren ca. 10min- konnten wir nach einer weiteren Tempoverschärfung auch Stijn abschütteln. Dank guter Zusammenarbeit mit David konnten wir alle anderen TVler und UVler überrunden und landeten bei einem Schnitt von ca. 48km/h, wobei David bei der Zieldurchfahrt ca. 1m vor mir lag.


Nachdem wir uns beim wohlschmeckendem Essen im Ruderhaus für den nächsten Tag gestärkt hatten, ging es zurück zum Zeltplatz. Dort hing abends eine vorläufige Wertung aus, die sich leider im nachhinein als ungültig herausstellen sollte. Nach dieser Wertung lag ich mit einem Punkt Rückstand in einer guten Ausgangsposition für das letzte Rennen.

100km Rennen

Die Taktik für das 100km Rennen war demnach sehr schnell beschlossen: Ich muss "einfach" nur vor Stijn in Ziel kommen und irgendwer muss sich zwischen ihm und mir befinden, um einen Punktegleichstand zu vermeiden.

Aus dem Getümmel beim Start des 100km Rennens kam ich dieses Mal besser weg und fuhr nach 1-2 Runden mit David, Berhard und Stijn vorne weg (aus Sicht der UVler und TVler). Stijn, der sich taktisch fast die ganze Zeit im Windschatten fuhr, konnte über gut eine Stunde sämtliche Attackten kontern. Dann gelang es David und mir jedoch eine so große Lücke nach der ersten Kurve herauszufahren, sodass Stijn nicht wieder heran kam. Anschließend fuhren wir bei angezogendem Tempo das Rennen gemeinsam zu Ende, wobei David wieder eine Radlänge vor mir im Ziel war. Stijn fiel so weit zurück, dass insgesamt 5 Fahrer zwischen Stijn und mir lagen und wir ihn in der letzten Runde, wie schon über die 1h überrundeten.

Beim Zieldurchlauf wusste ich noch nichts von der anderen Wertung und ich freute mich riesig über den Titel. Doch nach der Ausrollrunde wurde ich auf den Boden der Tatsachen herunter geholt, als mir meine Freundin mir die schlechte Nachricht überbrachte. Die Enttäuschung war natürlich sehr groß und selbst bei der anderen Wertung hätte der dritte Platz beim Sprint zum Sieg gereicht. Es sollte wohl einfach nicht sein. Im nachhinein war meine Taktik für die 100km das schlechteste was ich machen konnte, denn so habe ich Stijn eine Stunde geholfen möglichst weit von den anderen UVlern weg zu fahren.
Positiv gesehen konnte ich jedoch zeigen, wie schnell das neue Time Trail von Troytec ist und das man sich auch gegenüber teilverkleideten Liegerädern nicht verstecken braucht. Nun freue ich mich auf das 24h-Rennen in Kehlheim bei dem ich mit zwei Weltmeistern an den Start gehen darf.

Bitte rechnen Sie 5 plus 5.

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